Wärmepumpe im Altbau – geht das?
Ja. Gerade in den Zürcher Quartieren mit älterem Baubestand werden Wärmepumpen laufend nachgerüstet. Die Technik hat in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht, sodass auch Gebäude mit Baujahr vor 2000 effizient betrieben werden können – selbst mit bestehenden Heizkörpern.
Voraussetzungen für die Wärmepumpe im Altbau
- Gebäudehülle: eine zumindest teilweise gedämmte Hülle hebt die Effizienz deutlich
- Heizflächen: grosse Heizkörper oder Fussbodenheizung sind ideal, aber nicht zwingend
- Vorlauftemperatur: je tiefer, desto besser – hohe Werte lassen sich durch Heizkörpertausch oder Dämmung senken
- Platz: ausreichend Raum für Inneneinheit und eventuell einen Speicher
Heizkörper oder Fussbodenheizung?
Ideal ist eine Fussbodenheizung mit tiefen Vorlauftemperaturen. Der Betrieb mit Heizkörpern ist aber ebenso möglich:
- Grossflächige Heizkörper geben auch bei tieferen Temperaturen genügend Wärme ab
- Hochtemperatur-Wärmepumpen erreichen bis rund 75 °C
- Häufig reicht es, einzelne kritische Heizkörper zu ersetzen
Kombinierte Sanierung: Dämmung und Wärmepumpe
Besonders sinnvoll ist die Kombination von energetischer Sanierung und Heizungsersatz:
- Bessere Dämmung → geringere Heizlast → kleinere und günstigere Wärmepumpe
- Förderprogramme unterstützen beide Massnahmen
- Synergien bei Planung und Ausführung
Kosten im Altbau
Im Bestand können Zusatzkosten für Heizkörperanpassungen oder den hydraulischen Abgleich entstehen. Typischerweise liegen die Gesamtkosten 10–30 % über einer Installation im Neubau. Der vermittelte Fachbetrieb erstellt nach der Besichtigung Ihrer Liegenschaft im Kanton Zürich eine detaillierte Kostenschätzung.
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