Erdwärmepumpe (Sole-Wasser) – Effizienz aus dem Erdreich

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Die Erdwärmepumpe – korrekt Sole-Wasser-Wärmepumpe – nutzt die konstante Temperatur des Erdreichs in einigen Dutzend bis einigen hundert Metern Tiefe. Damit erreicht sie Jahresarbeitszahlen von 4.0 bis 5.0: Aus einer Kilowattstunde Strom werden vier bis fünf Kilowattstunden Heizwärme.

Vorteile einer Erdwärmepumpe

  • Höchste Effizienz: die beste Jahresarbeitszahl aller Wärmepumpen-Typen
  • Tiefste Betriebskosten: geringerer Stromverbrauch als bei Luft-Wasser-Systemen
  • Konstante Leistung: keine saisonalen Einbrüche, auch bei Kälte
  • Lange Lebensdauer: Erdsonden halten Jahrzehnte, die Wärmepumpe 20–25 Jahre
  • Kein Aussengerät: keine Schallemissionen im Garten
  • Passive Kühlung: im Sommer kann das Erdreich zur Kühlung genutzt werden

Erdsondenbohrung – Ablauf und Bewilligung

Die Bohrung ist der zentrale Schritt bei der Installation:

  1. Vorabklärung: Prüfung, ob der Untergrund für eine Sonde geeignet ist
  2. Bewilligung: Gesuch bei der zuständigen kantonalen Fachstelle
  3. Bohrung: Ausführung durch ein zertifiziertes Bohrunternehmen, Dauer mehrere Tage
  4. Sondeninstallation: Einbringen und Verfüllen der Erdsonden
  5. Anschluss: Verbindung der Sonden mit der Wärmepumpe im Gebäude

Wichtig: Erdwärmesonden sind im Kanton Zürich bewilligungspflichtig. In Grundwasserschutzzonen und in gewissen geologischen Verhältnissen sind Bohrungen eingeschränkt oder nicht zugelassen.

Kosten einer Erdwärmepumpe

Erdsondenbohrung (1–2 Sonden)CHF 15'000 – 30'000
WärmepumpengerätCHF 12'000 – 18'000
Installation & InbetriebnahmeCHF 10'000 – 15'000
Bewilligung & PlanungCHF 3'000 – 5'000
GesamtinvestitionCHF 45'000 – 70'000
Abzüglich Förderung– CHF 8'000 – 15'000
Effektive KostenCHF 37'000 – 55'000

Erdwärmesonden oder Erdkollektoren?

Neben der Bohrung gibt es Erdkollektoren, die horizontal in geringer Tiefe verlegt werden. Sie benötigen jedoch eine grosse zusammenhängende Fläche, die im dicht besiedelten Kanton Zürich selten verfügbar ist. In der Praxis dominiert deshalb die Erdsondenbohrung.

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